Tagesfahrt führte nach Hohenems und ins Große Walsertal
Voller Bus beim Christlichen Familienkreis
Bei bestem Wetter startete die Tagesfahrt des Christlichen Familienkreises mit 50 Teilnehmern nach Vorarlberg. Das erste Ziel war die kleine Stadt Hohenems. Bei der Stadtführung lernten die Besucher die Geschichte der Stadt, insbesondere die Vergangenheit ihrer jüdischen Mitbürger kennen. Besichtigt wurde das gut erhaltene jüdische Viertel mit Synagoge und jüdisches Bad Mikwe. Ebenso fand eine Führung im jüdischen Museum statt, wo das sehr gedeiliche Zusammenleben der Bevölkerung, aber auch die Folgen der nationalsozialistischen Terrorherrschaft deutlich wurde. Dann fuhr die Busgruppe in das Großes Walsertal. Das damals fast unbewohnteTal wurde von den Walsern vor 600 Jahren besiedelt, die aus dem Wallis einwanderten. Die Reiseleiter erläuterten dabei, dass das Große Walsertal heute UNESCO Biosphärenpark ist, um die Besonderheit des Tales zu schützen. Das Mittagessen wurde im Bildungshaus der seit 1000 Jahren bestehenden Propstei St. Gerold eingenommen. Bei der anschließenden Führung des wunderbar gelegenen spirituellen Ortes schilderte der Benediktinerpater Martin Werlen neben historischen Fakten auch, wie Lebensräume und heutige Angebote der Propstei gestaltet werden. Dabei ist die Propstei ein Ort um zur Ruhe, Einkehr und Inspiration zu kommen. Auch Menschen, die nicht zahlungskräftig sind dürfen kommen und werden aus Spende unterstützt. Kirche ist hierbei ohne Hierarchie, zugewandt und was Gleichberechtigung von Frauen anbetrifft vorbildlich. In einem Segensgespräch, gab Pater Martin noch den Gedanken mit auf den Weg, dass wir Baustellen in unserem Leben als Chance begreifen sollten. Danach fuhr die Busgruppe in den hintersten Winkel des Tales nach Buchboden. Das aufgekommende Gewitter mit Regen tat der guten Laune der Teilnehmer keinerlei Abbruch, zumal eine wunderbar gute Kaffeetafel im Gasthaus Kreuz dann den kulinarischen Abschluß im Großen Walsertal bildete. Am Schluß gab es bei der Ankunft der Gruppe in Weißenau sehr viel freundliche Dankesworte an die Organistoren.